Das ISO/OSI-Modell

Willemers Informatik-Ecke

Das International Organization for Standardization Open Systems Interconnection liefert ein 7-Schichten Modell für Netzwerkkommunikation, das sicher fast jeder Informatikstudent für die eine oder andere Prüfung auswendig lernen durfte.

[1] Physical Layer
Diese Schicht beschreibt die Form der physikalischen Datenübermittlung. Hier sind beispielsweise die Stecker und Kabel beschrieben, aber auch die Spannungspegel.
[2] Data-Link Layer
Diese Ebene strukturiert den Datenstrom der Layer 1. Hier werden Daten zu Paketen zusammengefasst und das Verhalten auf Störungen beschrieben. Insbesondere Probleme der Reihenfolge, der Duplizierung oder des Verlierens von Paketen werden in dieser Schicht behandelt.
[3] Network Layer
Hier wird festgelegt, wie ein Paket seinen Weg vom Sender zum Empfänger findet. Gateways und Routen finden hier ihre Definition.
[4] Transport Layer
Diese Schicht beschreibt die Verbindung zwischen Prozessen und nicht Maschinen. Sie stellt also die Kommunikationsendpunkte dar. Die Verbindung kann ab dieser Ebene als zuverlässig und hardwareunabhängig gelten.
[5] Session Layer
Eine Sitzung definiert sich aus Verbindungsaufbau, Datenaustausch und Verbindungsabbau.
[6] Presentation Layer
Auf dieser Ebene findet die Umsetzung der Kodierungen statt. Bekannte Beispiele sind die Reihenfolge von Highbyte und Lowbyte bei verschiedenen Maschinen (Little-Endian und Big Endian) oder die Umsetzung der Zeichensätze.
[7] Application Layer
Hier findet die Zugangskontrolle, der Daenschutz, die Verbrauchsmittelabrechnung und Ähnliches statt.
In der Praxis ist es bei dem Modell geblieben. Es hat sich kein Netzwerk nach ISO/OSI durchgesetzt. Auf die vor der Normierung existierenden Netzwerke passt ISO/OSI nur bedingt. Ein ausführliche Diskussion dieses Standards findet sich bei Tanenbaum: Computer Networks.

Die Bedeutung dieses Standards liegt in der Beschreibung und Einordnung von Protokollen.


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