NetBeans

Willemers Informatik-Ecke

2014-02-11

Installation von NetBeans für Linux

Unter Linux muss die aktuelle Version von NetBeans direkt heruntergeladen, da die Repositorys leider immer nur ältere Versionen anbieten. In diesem Fall muss vor dem Start der Installation von NetBeans allerdings das JDK installiert werden, weil die Installationsprogramm von Netbeans bereits ein JDK voraussetzt.

Netbeans wird von der Website https://netbeans.org/downloads heruntergeladen. Dort kann bestimmt werden, für welche Plattform und mit welcher JDK Netbeans gebündelt werden soll.

Für Linux wird eine Datei mit der Endung .sh heruntergeladen, die dann in einer Kommandozeile installiert wird. Zunächst wird mit sudo -s eine Shell mit root-Rechten gestartet. Dort:

chmod 755 netbeans-8.x-linux.sh
./netbeans-8.x-linux.sh 

Es erscheint ein grafisches Installationsprogramm.

Unter Debian gibt es Probleme, wenn man versucht, NetBeans als root zu installieren, weil nach dem Befehl su kein DISPLAY mehr zugreifbar ist. Ein einfacher Weg ist es, die Datei .Xauthority aus dem Heimatverzeichnis des Benutzers in das Heimatverzeichnis von root zu kopieren.

Das Installationsprogramm erwartet eine Bestätigung der Lizenzbedingungen.für NetBeans, dann für JUnit und fragt dann nach den Pfaden, wohin installiert werden soll.

Standardmäßig installiert sich NetBeans in: /usr/local/netbeans-8.x

Je nach NetBeans-Paket erfragt die Installation auch den Pfad von GlassFish, den es standardmäßig nach /usr/local/glassfish-x.x legt.

Mit einem Haken kann nach Updates gesucht werden oder nicht.

Dort befindet sich auch ein Skript namens uninstall.sh.

Bei dieser Art der Installation sollte das JDK bereits vor der Installation von NetBeans installiert sein. Bei Verwendung der Repositories sorgen die Paketabhängigkeiten für die korrekte Installation.

NetBeans wird sowohl bei KDE als auch bei Mate in das Hauptmenü unter Entwicklung eingetragen.

Pfade

Im Pfad .netbeans wird je Version von NetBeans ein eigenes Verzeichenis angelegt, wie beispielsweise 7.4. Hier steht die Konfiguration von NetBeans.

Projekte werden im Verzeichnis NetBeansProjects im Heimatverzeichnis des Benutzers angelegt. Darin erhält jedes Projekt ein eigenes Verzeichnis.

Einrichten des C++-Compilers

Falls Sie Netbeans auch für die Entwicklung von C/C++-Programmen verwenden wollen, können Sie dies über den folgenden Menüeintrag erreichen.
Tools | Options | C/C++ | Build Tools | C++-Compiler

Nun werden die Pfade eingerichtet. Unter Linux sind diese durch den standardmäßig eingerichteten GNU-Compiler bereits korrekt gesetzt.

Unter Windows muss erst ein Compiler installiert werden. Hier empfielt sich MinGW. Dann muss unter Tools-Collection beispielsweise das Verzeichnis von MinGW ausgewählt, indem per Add der folgende Pfad hinzugefügt wird:
C:\MinGW\bin

Weitere Informationen: https://netbeans.org/community/releases/73/cpp-setup-instructions.html

Bedienung

Erzeugen eines JAR-Files

Rechte Maustaste auf Projekt anklicken. Dort "Clean and Build". Daraufhin entsteht eine neue Jar-Datei im Verzeichnis dist unterhalb des Projektverzeichnisses.

Konfiguration

Die zentrale Konfigurationsdatei für NetBeans heißt netbeans.conf. Sie befindet sich bei Linux unter /usr/local/netbeans-version/etc.

Bei großen Projekten muss die Speichergröße erhöht werden, die NetBeans für das Übersetzen zur Verfügung steht. Dazu bestimmt der Parameter -J-Xmx die maximale Größe und -JXms die Startgröße des Speichers für NetBeans.

netbeans_default_options="-J-client -J-Xss16m -J-Xms384m -J-Xmx2048m ...

Umstellen eines Projekts auf Java 8

Projekt mit der rechten Maustaste anklicken. Dort Properties anklicken. Auf der linken Seite Libraries anwählen. Auf der rechten Seite erscheint unter Java Plattform eine Combobox, in der das passende JDK ausgewählt wird.

Ist dort Java-8 noch nicht verfügbar, auf Manage Platforms klicken. Im neu erscheinenden Dialog Add Plattform auswählen. Mit der Dialogauswahlbox wird das Verzeichnis gewählt, in dem das JDK abgelegt ist. Den Rest macht NetBeans allein.

Nun muss man noch einmal auf der linken Seite des Properties-Dialogs den Punkt Sources anklicken. Unten muss die Combobox hinter Source/Binary Format auf JDK-8 umgestellt werden.


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