Java-Kurs: Methoden

Willemers Informatik-Ecke

Zurück zu Java

Eine Methode fasst den Ablauf mehrerer Anweisungen zusammen. Methoden werden in anderen Programmiersprachen Funktionen oder Routinen bezeichnet.

Anatomie einer Methode

Wird eine Folge von Befehlen mehrfach verwendet, schreibt man sinnvollerweise eine Methode. Um sie später aufrufen zu können, erhält sie einen Namen. In Klammern folgen die Parameter. Diese sehen aus wie durch Kommata getrennte Variablendeklarationen. Eine Methode kann auch einen Wert zurückgeben. Dessen Typ steht vor dem Methodennamen. Ist dies soweit fertig, kann in geschweiften Klammern der Block von Anweisungen folgen, die bei Aufruf der Methode abgearbeitet werden sollen.

.

Methoden sind Aktionen, insofern sollte man Verben als Methodennamen vergeben. Methoden mit booleschen Rückgabewerten beginnt man gern mit &aquot;ist&aquot; oder &aquot;hat&aquot; oder ihren englischen Gegenstücken. Nach Konvention werden Methodennamen kleingeschrieben.

Eine Methode wird über ihren Namen und ihre Parameter aufgerufen. Falls die Methode einen Rückgabewert hat, kann dieser als Ausdruck verwendet werden, also ausgegeben oder einer Variablen zugewiesen werden.

public class MethodenTest {

    static void sagDochWas() {
        System.out.println(“Hallo”);
    }

    public static void main(String[] args) {
        sagDochWas();
        sagDochWas();
    }
}

void bedeutet, dass die Methode keine Werte zurückliefert. Die leere Klammer zeigt an, dass die Methode keine Parameter besitzt. Sie wird durch Nennung des Namens und der Parameter aufgerufen. Im Beispiel wird sie zweimal hintereinander aufgerufen. Also sollte auf dem Bildschirm zweimal untereinander das Wort Hallo erscheinen.

Das Wort static ist notwenig, wenn die Methode wie hier von einer anderen Methode aufgerufen wird, die ebenfalls static ist.

Parameter und Rückgabewert

Im folgenden Beispiel wird eine Methode verdoppeln definiert und in main aufgerufen.

public class MethodenTest {

    static double verdoppeln(double wert) {
        return 2*wert;
    }

    public static void main(String[] args) {
        double zahl = 0;
        zahl = verdoppeln(5.0);
        System.out.println(zahl);
    }
}

Der Befehl return bewirkt, dass das Ergebnis des nachfolgenden Ausdrucks an den Aufrufer zurückgegeben wird.

Methoden überladen

Eine Methode wird durch ihren Namen und die Parameter eindeutig. Diee Kombination nennt man eine Signatur. Es kann also mehrere Methoden gleichen Namens geben, wenn sie sich nur anhand ihrer Parameter signifikant unterscheiden.

Der Aufruf von System.out.println ist ein Beispiel für eine überladene Methode. Die Methode kann sowohl mit einem String als auch mit einer Zahl aufgerufen werden.

Rekursion

Eine Rekursion ist eine Methode, die sich selbst aufruft.

countDown(int n) {
  if (n>0) {
    countDown(--n);
    System.out.println(n);
  }
}

Entscheidend wichtig ist, das die Rekursion einmal endet. Hier wird der Selbstaufruf nur ausgeführt, wenn n größer als 0 ist. Bei jedem erneuten Aufruf wird sie kleiner, sodass gewährleistet ist, dass diese Methode einmal enden wird.

Zurück zu Java


Homepage (C) Copyright 2011 Arnold Willemer