VMS: Der Befehl PIPE

Willemers Informatik-Ecke

Mit dem PIPE-Kommando lassen sich Kommandos bezüglich ihres Ablaufs manipulieren. Sie können im Hintergrund, parallel oder synchronisiert ablaufen. Dabei bietet DCL folgende Varianten:

Sequentielle Ausführung
PIPE kommando1 ; kommando2
kommando2 wird erst nach dem Ende des kommando1 ausgeführt.

Bedingte Ausführung
PIPE kommando1 && kommando2
PIPE kommando1 || kommando2
&& bedeutet, dass das kommando2 dann und nur dann ausgeführt wird, wenn kommando1 erfolgreich abschloss.
|| bedeutet, dass das kommando2 dann und nur dann ausgeführt wird, wenn kommando1 fehlschlug.

Filter
PIPE kommando1 | kommando2
Jedes der Kommandos wird in einem eigenen Prozess gestartet und parallel gestartet. Die Synchronisation erfolgt dadurch, dass jedes Kommando als SYS$INPUT den SYS$OUTPUT des Vorgängers verwendet.

Unterprozess
PIPE ( kommandos )
Setzt die Kommandos in einem eigenen Unterprozess ab. Entspricht einem SPAWN/WAIT.

Hintergrund
PIPE kommandos &
Die Kommandos können durch oben genannte Separatoren getrennt werden. Sie werden in den Hintergrund gestellt. Die DCL erhält sofort die Kontrolle wieder.

Ein- und Ausgabeumleitung
PIPE kommandos < eingabedatei
PIPE kommandos > ausgabedatei
PIPE kommandos 2> fehlerdatei
Statt SYS$INPUT, SYS$OUTPUT bzw. SYS$ERROR werden Dateien verwendet. Eingaben kann nur das erste Kommando aus der Datei entgegen nehmen. Ausgabe kann nur das letzte Kommando in die Datei umlenken.


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