Installation von openSUSE 10.2 und 10.3 auf dem Notebook Fujitsu-Siemens E 4010D |
Gegenüber modernen Artgenossen hat das Notebook noch eine serielle und eine parallele Schnittstelle. Die USB-Schnittstelle ist bereits von der Version 2.0 und damit schnell genug, auch mal eine Festplatte anzuhängen. Schade, dass es nur zwei sind und diese auch noch auf der Rückseite des Notebooks liegen.
Eine weitere Besonderheit ist, dass das DVD-Combo-Laufwerk mit einem kleinen Hebel herausgeholt werden kann. Optional kann hier ein Diskettenlaufwerk oder ein weiter Akku eingeschoben werden.
Etwas unglücklich ist es, dass über dem PCMCIA-Slot die Abdeckung übersteht. Auf diese Weise kann beispielsweise meine TV-Karte nicht eingeschoben werden.
Bevor man allerdings an das problemlose Austauschen gehen kann, muss man den die mini-PCI-Schnittstelle erst einmal finden.
Der Steckplatz befindet sich etwa unter der linken Hälfte der Tastatur und ist von oben erreichbar. Man muss die Tastatur also abnehmen. Dazu dreht man das Notebook um und entfernt alle Schrauben, außer der Reihe im vorderen Bereich.

Dann klappt man das Notebook weit auf, so dass der Display fast flach liegt. Nun kann man den silbernen Kunstoffrahmen anheben. Die Abdeckung über den Scharnieren wird angehoben.

Die Tastatur ist auf einem flachen Träger befestigt, den man leicht anheben und dann in Richtung Display ziehen muss. Vorsicht, nicht zu stark, damit das Flachbandkabel nicht abgerissen wird. Wenn die Tastatur lose ist und nur noch an dem Flachbandkabel hängt, klappt man sie auf das Display.

Dann wird ein silbernes Blech sichtbar, das ebenfalls entfernt wird. Darunter befindet sich der mini-PCI-Steckplatz.

Wenn man darauf achtet, einen Intel-Chipsatz zu verwenden, erspart man sich das lästige Suchen eines Treibers. Alles Benötigte findet sich auf der Add-On-CD.
Das Abschalten des Displays beim Zuklappen des Deckels funktioniert auch.
Beim Öffnen ist der Display gesperrt und muss durch Eingabe des Passworts
wieder freigegeben werden.
In der Datei /etc/sysconfig/videobios kann hinterlegt werden, dass
das Notebook auch mit 1400x1050 arbeitet. Das ist wichtig, weil sonst das
Bild leicht verwaschen wirkt.
Dazu werden zwei Variablen belegt:
Nach dem nächsten Booten ist die Auflösung einwandfrei eingestellt.
Auch nach dem Suspend to Disk wird in diese Auflösung zurückgekehrt.
Während bei SUSE der Eintrag in der Datei /etc/sysconfig/videobios
dafür sorgt, dass der Patch beim Booten druchgeführt wird, muss für andere
Distributionen ein Script geschrieben und in /etc/init.d abgelegt werden.
Das DVD-Laufwerk springt in regelmäßigen Abständen an. Zumindest wird
auf dem LCD-Kontrollfeld die CD immer wieder angezeigt. Allerdings ist
die übliche laute Anlaufen nicht zu hören. Gibt es jemand, der das
Phämonen kennt und weiß, wie man es abstellt? Ich vermute, dass es dem
Akkuverbrauch nicht guttut.
Das DVD-Laufwerk kann beim E4010 im laufenden Betrieb entfernt werden.
Dazu ist extra ein Hebel angebracht. Leider erschüttert dies Linux erheblich.
SUSE 10.2 bleibt sofort hängen. Wird das Laufwerk in ausgeschaltetem Zustand
entfernt, gibt es keine Schwierigkeiten. Das Hot-Plugging scheint das Problem
zu verursachen.
SUSE 10.3 ist da schon besser. Das Entfernen des Laufwerks stört das System
offenbar nicht weiter. Allerdings auch nicht das Wiedereinstecken.
Es bleibt unerkannt bis zum nächsten Reboot.
tuxmobil.de von Werner Heuser
Grafikauflösung
Die Grafikauflösung ist mit 1400x1050 offenbar nicht das, was Linux so
erwartet. Insbesondere scheint openSUSE 10.3 ein paar Probleme zu haben,
in höheren Auflösungen zu arbeiten als 768 Pixel Höhe, wenn die
3D-Beschleunigung aktiviert ist.
Wird sie abgeschaltet, funktioniert auch eine Auflösung von 1280x1024. Aber
das kann nicht das Ende sein.
VIDEOBIOS_PATCH="yes"
VIDEOBIOS_PARAMETERS="3c 1400 1050"
Hintergrund
Der Hintergrund der Aktion ist ein spezielles Programm, das es für die
Intel-Grafikchips gibt. Es heißt
915resolution. Damit lässt sich zunächst anzeigen, welche
Grafikmodi unterstützt werden.
915resolution -l
Dies zeigt alle möglichen Auflösungen an, allerdings nicht 1400x1050.
Also tragen wir ihn ein. Dazu müssen wir einen Modus kaputtmachen.
Da 1920x1440 mit dem Notebook nicht erreichbar ist, ersetzen wir den
Modus 3c:
# 915resolution 3c 1400 1050
Intel 800/900 Series VBIOS Hack : version 0.5.2
Chipset: 855GM
BIOS: TYPE 2
Mode Table Offset: $C0000 + $3c3
Mode Table Entries: 21
Patch mode 3c to resolution 1400x1050 complete
#
Erst einmal reicht das, um beim nächsten Reset des X-Servers
(Strg-Alt-Backspace) eine tolle Auflösung zu haben. Blöderweise
vergisst es das System beim nächsten Reboot.
#!/bin/bash
915resolution 3c 1400 1050
Wir nennen den Script inst1400x1050.sh und fügen ihn in den
Startablauf.
Dazu wird im Verzeichnis /etc/init.d/rc5.d ein symbolischer Link auf
den Skript gelegt.
ln -s ../inst1400x1050.sh S01inst1400x1050
Probleme
DVD-Laufwerk, CD-Brenner
Sowohl das Abspielen von Daten-DVDs als auch das Brennen von CDs funktioniert
einwandfrei. Bei geeigneter Software ist auch das Abspielen von Video-DVDs
kein Problem.
Festplatte
Die eingebaute 40 GB-Byte-Festplatte habe ich durch eine
100-GByte-Platte ersetzt.
Seither fällt mir auf, dass unter 10.2 alle paar Sekunden ein kurzes Klacken
ertönt und auf dem LCD-Kontrollfeld die Festplatte kurz angezeigt wird.
Diese Anzeige erscheint auch unter 10.3, ist aber nicht mehr vom Klacken
begleitet.
Links
Weitere Hinweise zu Laptops und Notebooks unter Linux:
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