AppleTalk
TCP/IP ist das Protokoll des Internets. Es ist damit sicher der verbreitetste
und bestgetestete Standard überhaupt. Das Protokoll entstand an amerikanischen
Universitäten im Auftrag des Verteidigungsministerium, ein ausfallsicheres
Computernetz zu bauen, das auch einem gegnerischen Atomschlag standhalten
sollte. TCP/IP ist damit von "Haus aus" routingfähig und kann leicht auf
WAN-Medien (Modem / ISDN / Satellit) implementiert werden.
Zum Thema TCP/IP gibt es
ausführliche Informationen an anderer Stelle.
Ein Protokoll aus dem Hause IBM, das ursprünglich dem
Anschluss von Terminals an den Großrechner diente.
Basis solcher Installationen sind die LU-Typen (LU: logical units)
0-3.
- LU1 und LU3 werden für Drucker und Schreibmaschinenterminals
verwendet.
- LU2 ist das klassische IBM 3270 Bildschirm Protokoll.
- LU6, später LU6.1 wurde für die Programm/Programm
Kommunikation geschaffen.
- LU6.2 wurde in den 80er Jahren als Trauml;ger der APPC-Sessions
eingeführt.
Das Protokoll wurde erweitert, um Prozeßkommunikation zu ermöglichen
(APPC: Advanced Program-to-Program Communication auf der Basis von LU 6.2).
Implementationen liegen neben dem Host auch für AS400, AIX und OS/2 vor.
Die Programmierung leidet unter einer etwas uneinheitlichen Schnittstelle. Auch die
Konfiguration erschwert die Verwendung. Inzwischen ist auch ein Host in der
Lage mit TCP/IP umzugehen, so daß die Anzahl der LU 6.2-Anwendungen
zurückgeht.
Vielen Dank an Wolfgang Meyer (debis) für Richtigstellungen und
Ergänzungen.
IPX ist das Protokoll, auf dem ursprünglich Novell-Netzwerke basierten.
IPX ist routingfähig, wird aber von Novell durch TCP/IP abgelöst.
Eine IPX Netzwerkadresse ist 10 Byte lang.
Die ersten vier Bytes stellen die ID des Netzwerkes dar, die restlichen 6 Bytes sind die
eindeutige Nummer der Netzwerkschnittstelle.
Der Server Message Block (SMB) ist der "Umschlag", über den die
Netzkommunikation in einem Microsoft- oder OS/2-Netz abläuft.
SMB wird auf ein anderes Netzprotokoll aufgesetzt. Dies kann NetBIOS,
IPX oder TCP/IP sein.
Die freie Software SAMBA realisiert SMB auf der
Basis von TCP/IP auch unter UNIX-Maschinen. Auf diese Weise kann beispielsweise ein
LINUX-Rechner im Netz einen Windows NT-Server ersetzen.
Im Betriebssystem der Macs ist bereits alles vorhanden, um ein Peer To Peer Netzwerk
aufzubauen. Das AppleTalk arbeitet in der einfachsten Version über die serielle
Schnittstelle des Rechners. Sollen nur zwei Rechner gekoppelt werden, reicht es, sie
mit einem Druckerkabel (Drucker werden auf dem Mac ebenfalls seriell angesteuert) zu
verbinden. Um mehrere Rechner zu verkoppeln, sind spezielle Knoten erforderlich, die
ähnlich einem Transceiver das Netzkabel durchschleifen und eine Verbindung zum
Rechner haben.
Diese Hardwarekonfiguration wird auch standardmäßig verwendet, wenn ein
Drucker von mehreren Macs gemeinsam genutzt werden soll.
Statt der seriellen Schnittstelle kann auch ein Ethernetanschluß verwendet werden.
In Mac-Kreisen wird das dann EtherTalk genannt.