Netzwerk-Protokolle

Willemers Informatik-Ecke

  • TCP/IP
  • SNA
  • IPX-Protokoll
  • Microsoft Netzwerk: SMB
  • AppleTalk

    TCP/IP

    TCP/IP ist das Protokoll des Internets. Es ist damit sicher der verbreitetste und bestgetestete Standard überhaupt. Das Protokoll entstand an amerikanischen Universitäten im Auftrag des Verteidigungsministerium, ein ausfallsicheres Computernetz zu bauen, das auch einem gegnerischen Atomschlag standhalten sollte. TCP/IP ist damit von "Haus aus" routingfähig und kann leicht auf WAN-Medien (Modem / ISDN / Satellit) implementiert werden.

    Zum Thema TCP/IP gibt es ausführliche Informationen an anderer Stelle.

    SNA

    Ein Protokoll aus dem Hause IBM, das ursprünglich dem Anschluss von Terminals an den Großrechner diente. Basis solcher Installationen sind die LU-Typen (LU: logical units) 0-3.

    Das Protokoll wurde erweitert, um Prozeßkommunikation zu ermöglichen (APPC: Advanced Program-to-Program Communication auf der Basis von LU 6.2). Implementationen liegen neben dem Host auch für AS400, AIX und OS/2 vor. Die Programmierung leidet unter einer etwas uneinheitlichen Schnittstelle. Auch die Konfiguration erschwert die Verwendung. Inzwischen ist auch ein Host in der Lage mit TCP/IP umzugehen, so daß die Anzahl der LU 6.2-Anwendungen zurückgeht.

    Vielen Dank an Wolfgang Meyer (debis) für Richtigstellungen und Ergänzungen.

    IPX-Protokoll

    IPX ist das Protokoll, auf dem ursprünglich Novell-Netzwerke basierten. IPX ist routingfähig, wird aber von Novell durch TCP/IP abgelöst.

    Eine IPX Netzwerkadresse ist 10 Byte lang. Die ersten vier Bytes stellen die ID des Netzwerkes dar, die restlichen 6 Bytes sind die eindeutige Nummer der Netzwerkschnittstelle.

    Server Message Block (SMB)

    Der Server Message Block (SMB) ist der "Umschlag", über den die Netzkommunikation in einem Microsoft- oder OS/2-Netz abläuft. SMB wird auf ein anderes Netzprotokoll aufgesetzt. Dies kann NetBIOS, IPX oder TCP/IP sein.

    Die freie Software SAMBA realisiert SMB auf der Basis von TCP/IP auch unter UNIX-Maschinen. Auf diese Weise kann beispielsweise ein LINUX-Rechner im Netz einen Windows NT-Server ersetzen.

    AppleTalk

    Im Betriebssystem der Macs ist bereits alles vorhanden, um ein Peer To Peer Netzwerk aufzubauen. Das AppleTalk arbeitet in der einfachsten Version über die serielle Schnittstelle des Rechners. Sollen nur zwei Rechner gekoppelt werden, reicht es, sie mit einem Druckerkabel (Drucker werden auf dem Mac ebenfalls seriell angesteuert) zu verbinden. Um mehrere Rechner zu verkoppeln, sind spezielle Knoten erforderlich, die ähnlich einem Transceiver das Netzkabel durchschleifen und eine Verbindung zum Rechner haben. Diese Hardwarekonfiguration wird auch standardmäßig verwendet, wenn ein Drucker von mehreren Macs gemeinsam genutzt werden soll.

    Statt der seriellen Schnittstelle kann auch ein Ethernetanschluß verwendet werden. In Mac-Kreisen wird das dann EtherTalk genannt.


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