Java-Kurs: Variablen

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Variablen speichern Informationen

Variablen sind Speicherplätze, in denen Sie Zwischenergebnisse ablegen können. Damit Sie sich leichter merken können, wo Ihre Daten geblieben sind, dürfen Sie den Variablen Namen geben.

Deklaration

Bevor Sie eine Variable verwenden können, müssen Sie sie deklarieren. Die folgende Variable soll eine Jahreszahl aufnehmen:
int jahreszahl;
Diese Variable heißt jahreszahl und ist vom Typ int, welcher für ganze Zahlen steht. Eine Variable verbindet einen Speicherbereich mit einem Namen. Die Deklaration legt den Typ der Variablen fest und damit auch die Operationen, die mit dieser Variablen möglich sind.

Variablennamen

Der Name der Variablen kann aus Buchstaben und Ziffern bestehen. Allerdings darf das erste Zeichen keine Ziffer sein. Prinzipiell lässt Java auch andere Unicode-Zeichen für Bezeichner zu. So sind Unterstriche, Währungen und sogar griechische Buchstaben erlaubt. Allerdings tun Sie sich und den Kollegen damit keinen Gefallen.

Obwohl die Sprache Java es nicht erzwingt, wird der erste Buchstabe einer Variablen üblicherweise klein geschrieben.

Zuweisung primitiver Typen

Zahlenwerte, Zeichen und Wahrheitswerte werden als primitive Typen bezeichnet. Um Werte in diese Variable hineinzubekommen, bedient man sich der Zuweisung. Dabei steht die Zielvariable links. Es folgt ein Gleichheitszeichen und dann folgt der Wert:
jahreszahl = 1991;

Neben dem Namen hat eine Variable einen Typ. Er bestimmt, welche Art von Werten eine Variable aufnehmen kann, beispielsweise Zahlen oder Zeichen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die primitiven Typen.

boolean8 BitWahrheitswert, kann true oder false sein
byte8 BitEin Byte für kleine Zahlen
char16 BitBuchstaben
short16 BitKleine ganze Zahlen
int 32 BitGanze Zahlen
long64 BitGroße ganze Zahlen
float32 BitZahl mit Nachkommastellen
double64 BitEtwas mehr Platz für Nachkommawerte

Zahlenvariablen können sowohl negative als auch positive Werte annehmen. Es gibt keine unsigned-Variablen wie beispielsweise in C++.

Wie oben gesehen, kann eine Zuweisung gleich bei der Deklaration erfolgen. Man spricht dann von einer Initialisierung. Eine Initialisierung ist die erste Belegung einer Variablen mit einem Wert und muss nicht zwingend sofort bei der Deklaration erfolgen.

In einer Zuweisung können mehrere Variablen gleichzeitig belegt werden.

a = b = c = 3;

Zahlenliterale primitiver Typen

Eine normale Zahl wie etwa 17 ist ein ganzzahliges Zahlenliteral und in Java vom Typ int. Wird ein L angehängt, also etwa 17L ist die Konstante vom Typ long.

Beginnt eine Zahl mit 0, geht Java davon aus, dass sie oktal dargestellt ist. Dann entspricht 012 dem dezimalen Wert 10.

Hexadezimale Zahlen werden mit 0x eingeleitet. Die Ziffern 0 bis 9 werden um die Buchstaben A bis F erweitert und stehen für die Ziffern 10 bis 15. 0x12 hat also den Wert 18, 0x1F den Wert 31.

Eine Fließkommazahl könnte so aussehen: 0.19e-3.

Der Punkt entspricht dem deutschen Dezimalkomma. Das e steht für den Exponenten der Zahl 10. Der Wert wäre also 0,19 mal 10-3 oder 0,00019.

ZeichenOperandenzahlBedeutung
= binär Zuweisung
++ unär Inkrement
-- unär Dekrement

Eine weitere Besonderheit sind die unären Operatoren ++ und --. Das doppelte Pluszeichen bewirkt, dass die Variable, zu der es gehört, erhöht wird. Sie erraten schon, was -- wohl bewirkt.

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