eclipse als IDE

Willemers Informatik-Ecke

Das einzig seriöse Javabuch :-) Mehr...



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2017-01-18

Java-Workflow in Eclipse

Im Prjektbrowser erscheint das Projekt. Mit der rechten Maustaste können neue Klassen für das Projekt unter Aufsicht des Assistenten angelegt werden. Klickt man auf den Eintrag im Projekt, erscheint der Quelltext im Editor.

Starten einer Anwendung

Einmal muss das Projekt angewählt werden, dann wird aus dem Menü Run der Punkt Run... gewählt. Es erscheint ein Dialog mit mehreren Reitern. Der wichtigste Reiter ist der mit Main beschriftete. Hier muss zunächst das richtige Projekt eingetragen sein. Dazu kann über den Button Browse... aus den verfügbaren Projekten ausgesucht werden.

In der Main class muss die Klasse ausgewählt werden, den die Methode main(String[] args) enthält. Der über Search.. gestartete Dialog hilft bei der Auswahl der Klasse. Im obersten Feld gibt man die ersten Buchstaben der Klasse an und im mittleren Feld werden die Klassen angeboten, die mit den angebotenen Buchstaben beginnen.

Sind Projekt und Hauptklasse richtig bestückt, kann über den Button Run oder über die Tastenkombination Strg+F11 das Programm gestartet werden.

Debuggen einer Anwendung

Debuggen heißt, dass Sie das Programm schrittweise durchlaufen, um zu prüfen, warum es sich nicht so verhält, wie Sie es beim Programmieren hofften.

Bevor Sie den Debug-Lauf starten, setzen Sie einen Breakpoint. Das ist der Punkt im Programm, an dem es stoppen soll, damit Sie schrittweise weitergehen können. Einen Breakpoint setzen Sie, indem Sie ganz links neben der Code-Zeile noch vor der Zeilennummer doppelt klicken. Alternativ können Sie auch rechts klicken und aus dem Kontextmenü Toggle Breakpoint auswählen. Noch kürzer können Sie die Tastenkombination Strg+Shift+B verwenden. Den Breakpoint setzt man an der Stelle, wo man ein Fehlverhalten des Programms vermutet.

Das Debuggen eines Programms kann über den Menüpunkt Run | Debug gestartet werden, über das grüne Käfersymbol in der Symbolleiste oder einfacher über die Taste F11.

Dann startet bereits das Programm bis es auf den ersten Breakpoint stößt. Am Breakpoint wird der Debugger stoppen. Anschließend kann man schrittweise durch das Programm gehen.

F5: Schritt vorwärts in Methode hinein
Das Programm wird einen Schritt fortgesetzt. Befindet sich das Programm über einem Methodenaufruf, folgt der Debugger dem Verlauf in die Methode hinein.
F6: Schritt vorwärts über Methode hinweg
Auch hier wird das Programm einen Schritt fortgesetzt. Bei einem Methodenaufruf springt das Programm aber darüber hinweg.
F8: Resume
Der Debugger läuft ohne Unterbrechung weiter, bis das Programm endet oder auf den nächste Breakpoint stößt.
Strg+F2: Terminiere
Das Programm wird beendet.

Editierhilfen

Das Editieren von Java-Code funktioniert im Eclipse-Editor weitgehend ähnlich wie in jedem besseren Editor auch. Darüber hinaus färbt Eclipse die verschieden Java-Elemente sofort ein. Parallel versucht Eclipse bereits den Source-Code zu übersetzen und zeigt Fehler bereits beim Eingeben an.

Als Fehlermarkierung setzt Eclipse links neben die Zeile ein rotes Symbol mit einem diagonalen weißen Kreuz. Dasselbe Zeichen wird auch im Paket und im Projekt gesetzt. Im Editor hat eine fehlerhafte Datei rechts oben eine rote Fläche. Am rechten Rand ist zu erkennen, wo im Quelltext die Fehler stehen.

Auskommmentieren Strg+/
Um einen Bereich kurzzeitig zu deaktivieren, können Sie diesen markieren und dann mit der Tastenkombination Strg+/ auskommentieren. Es werden jeweils Doppelschrägstriche vor die Zeile gesetzt. Durch Wiederholen der Tastenkombination wird die Kommentierung aufgehoben.
Autovervollständigung Strg+Leertaste
Eclipse kann erraten, was Sie als nächstes eingeben wollen. Umd diese Autovervollständigung zu erzwingen, verwenden Sie Strg+Leertaste.
Sourceformatierung Strg+Shift+F
Um die korrekte Ausrichtung Ihres Code kümmert sich auch gern Eclipse. Markieren Sie den schief geratenen Text und tippen Sie Strg+Shift+F. Eclipse richtet sich dabei nach den Vorgaben, die Sie ändern können. Dazu gehen Sie über Preferences|Java|Code Style|Formatter|Active Profile|Edit....
Einrücken Strg+I
Geht es nur um das korrekte Einrücken, markieren Sie den betroffenen Text und verwenden die Tastenkombination Strg+I (mit i wie insert).
Refactor-Rename: Alt+Shift+R
Der Bezeichner, auf dem der Cursor steht kann nun geändert werden. Alle Stellen im Quellcode, in denen der Bezeichner sonst verwendet wird, werden mitgeändert.

Im Quellcode navigieren

Natürlich funktionieren die Standard-Cursortasten, wie man es in einem Editor erwartet. Aber Eclipse kann auch anhand des Quellcodes navigieren.
Strg+Klick auf Bezeichner: Zur Deklaration springen
Klicken Sie bei gehaltener Strg-Taste auf einen Bezeichner, so führt Sie Eclipse sofort zu dessen Deklaration.
Alt+Pfeil links: zurück zur letzten Position
Mit der Kombination aus Alt+Pfeil links kann zu der zuletzt bearbeiteten Stelle zurückgesprungen werden. Alt+Pfeil rechts geht vorwärts.
Strg+Q: Springe zur letzten Änderung
Mit der Tastenkombination Strg+Q erreichen Sie die Position, an der Sie zuletzt eine Änderung am Quellcode durchgeführt haben.
Strg+G: Deklaration sehen
Wollen Sie nur sehen, wo die Deklaration ist, ohne gleich dorthin zu springen, drücken Sie Strg+G und sie sehen die Position in der Konsole (im Fenster unter dem Editor) angezeigt.
Strg+Shift+G: Referenzen auf Bezeichner sehen
Mit der Kombination Strg+Shift+G sehen Sie die Referenzen, die auf den angewählten Bezeichner von anderer Seite des Projekts geführt werden.
Strg+O: Outline der Klassenelemente
Mit Strg+O (wie Otto) sehen Sie die Klassenelemente der Datei im Überblick (engl. Outline).

Perspektiven

Unter Eclipse versteht man eine Perspektive als ein Zusammenspiel aus Menüs, Ansichten und Editoren.

Vorgegebene Perspektiven

Die Java-Perspektive ist für die Entwicklung von Java-Programmen vorbereitet. Links befindet sich der Projektbaum. Rechts daneben das Fenster mit den Sourcen, darunter das Konsolenfenster. Das Fenster rechts enthält einen Klassenbrowser.

In der Debug-Perspektive kann ein Programm beim Ablauf beobachtet werden.

Eigene Perspektiven schaffen

Um eine Perspektive zu schaffen, wird zunächst mit dem Perspektivenselektor diejenige Perspektive ausgewählt, die der Zielperspektive am nächsten kommt.

Danach wird die aktuelle Perspektive unter einem neuen Namen gesichert.
Fenster - Perspektive speichern unter..
Der Name der neuen Perspektive erscheint sofort in der Liste der Perspektiven.

Nun kann die Perspektive den Bedürfnissen angepasst werden. Fenster - Perspektive anpassen

Ausführbare Datei erzeugen

Projekt mit der rechten Maustaste anklicken und Export aus dem erscheinenden Menü auswählen. Aus den angebotenen Zielen wird JAR file ausgewählt. Mit Next auf die nächste Dialogseite.

Hier wird das Projekt und dessen Bestandteile ausgewählt. Ein Haken muss an "Export generated class files and ressources" gesetzt sein. In dem Eingabefeld "JAR file:" wird der Dateiname eingegeben. Der nächste Dialog kann belassen werden. Aber auf dem vierten Dialog muss auf jeden Fall die Zeile unten, die mit "Main class:" beschriftet ist, ausgefüllt werden. Danach kann der Button Finish gedrückt werden, um die JAR-Datei zu erzeugen.

Einbinden externer JAR-Bibiotheken

Sollen fremde JAR-Bibliotheken zu einem eigenen Projekt hinzugefügt werden, klickt man das eigene Projekt mit der rechten Maustaste an. Aus dem erscheinenden Kontextmenü wählt man "Properties".

Nun wird "Java Build Path" ausgewählt. In dem erscheinenden Dialog befinden sich mehrere Reiter. Hier wird der Reiter mit der Beschriftung "Libraries" gewählt. Es erscheint eine Liste der bisher eingebundenen Bibliotheken. Mit dem Button "Add External JARs" erreicht man eine Dateiauswahlbox, mit der die externen JAR-Dateien ausgewählt werden können.

Alternativ erreicht man die Dateiauswahlbox auch etwas schneller über das Kontextmenü des eigenen Projekts, dann "Build Path..." und dort "Add External Archives".


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